Immer mehr Wohngemeinschaften äußern den Wunsch, ihr Elektroauto in der Garage laden zu können. Die Situation ist jedoch nicht immer einfach: Die Installation von Ladestationen in Mehrfamilienhäusern ist nicht nur eine technische, sondern auch eine rechtliche Frage.
Zunächst ist der Zustand des Stromnetzes von grundlegender Bedeutung. Die meisten Mehrfamilienhäuser sind nicht auf die massenhafte Installation von Verbrauchern mit hoher Leistung – wie zum Beispiel EV-Ladestationen – vorbereitet. Deshalb ist eine technische Untersuchung wichtig: Gibt es genügend freie Kapazität, und wie können die Ladestationen so installiert werden, dass die anderen Bewohner nicht gestört werden?
Die zweite, vielleicht schwierigere Frage ist: die Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft. In Ungarn ist derzeit für den Umbau von Gemeinschaftsräumen (z. B. Wanddurchbrüche, Kabelverlegung) die Zustimmung der Eigentümerversammlung erforderlich – meist mit einfacher Mehrheit. Es kann auch vorkommen, dass das Stimmrecht von der Anzahl der Miteigentumsanteile abhängt.
Zum Glück bieten immer mehr Unternehmen „intelligente” Lösungen für Mehrfamilienhäuser an: Ein Beispiel ist ein abrechnungsbasiertes System, bei dem jeder Bewohner separat für seinen eigenen Stromverbrauch bezahlt. Das ist nicht nur gerecht, sondern auch transparent.
Die beste Strategie: frühzeitige Information, Zusammenarbeit mit dem Hausverwalter sowie gut vorbereitete technische und rechtliche Unterlagen. So lässt sich die Zustimmung leichter erzielen, und auch die Installation der Ladestation verläuft reibungslos.

